Neue Brille geplant?

Mit unserer Empfehlung, der UKV VorsorgePRIVAT, beginnt der Versicherungsschutz frühestens zum . Ab diesem Tag sind Brillenrechnungen erstattungsfähig, ohne Wartezeit.

Brille schon gekauft: Bekomme ich die Kosten noch erstattet?

Die kurze Antwort

Eine Versicherung, die erst nach dem Kauf beginnt, zahlt für diese Brille grundsätzlich nicht. Im Tarif VorsorgePRIVAT gilt: Bei Antrag bis zum 14. eines Monats beginnt der Schutz rückwirkend zum 1. dieses Monats. Brillenrechnungen ab diesem Tag sind erstattungsfähig, ohne Wartezeit. Für ältere Käufe bleiben die Steuer (bis zu vier Jahre zurück), die Krankenkasse nur für Anspruchsberechtigte und bei der Bildschirmbrille der Arbeitgeber.

gavelGrundregel

Zahlt eine Versicherung für eine Brille, die schon gekauft ist?

Grundsätzlich nein. Eine Krankenzusatzversicherung leistet nicht für Versicherungsfälle, die vor Beginn des Versicherungsschutzes eingetreten sind. Eine Brille, die vor dem Versicherungsbeginn gekauft wurde, ist deshalb nicht erstattungsfähig. Der Beginn kann im Tarif VorsorgePRIVAT aber im laufenden Monat liegen.

Den Grundsatz enthalten die Musterbedingungen der privaten Krankenversicherung (MB/KK § 2 Abs. 1): „Für Versicherungsfälle, die vor Beginn des Versicherungsschutzes eingetreten sind, wird nicht geleistet.“ Dieselbe Regel steht in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen des Tarifs (AVB/VT § 2 Abs. 1). Welches Datum bei Sehhilfen genau zählt, regeln die Tarifbedingungen des jeweiligen Vertrags.

Die Ausnahme beim Tarif VorsorgePRIVAT der UKV, den wir vermitteln: Bei Antrag bis zum 14. eines Monats beginnt der Schutz rückwirkend zum 1. dieses Monats. Brillenrechnungen ab diesem Tag sind erstattungsfähig, ohne Wartezeit. Wer Anfang des Monats gekauft hat, kann die Brille also unter Umständen noch absichern.

event_repeatDatum prüfen

Der Kalender entscheidet: Ist meine Brille noch gedeckt?

Entscheidend sind zwei Daten: das Rechnungsdatum der Brille und der Tag des Antrags. Liegt der Kauf im selben Monat und stellen Sie den Antrag bis zum 14., beginnt der Schutz am 1. dieses Monats und die Rechnung ist erstattungsfähig. Ab dem 15. beginnt der Schutz erst am 1. des Folgemonats.

Kauf der BrilleAntrag gestelltVersicherungsbeginnBrille erstattungsfähig?
03.10.202613.10.202601.10.2026Ja, Kauf liegt nach dem Beginn
03.10.202614.10.202601.10.2026Ja, der 14. ist der letzte Tag
03.10.202616.10.202601.11.2026Nein, Kauf liegt vor dem Beginn
28.09.202605.10.202601.10.2026Nein, Kauf liegt vor dem Beginn
02.12.202610.12.202601.12.2026Ja, Kauf liegt nach dem Beginn

Maßgeblich ist der Versicherungsbeginn, der im Versicherungsschein steht. Prüfen Sie ihn nach Erhalt und bewahren Sie die Brillenrechnung mit Datum auf, denn die Erstattung läuft über die Rechnung. Ein ärztliches Rezept brauchen Sie für die Sehhilfen-Erstattung im Tarif nicht (Tarifbedingungen Ziff. II.3).

Wann haben Sie die Brille gekauft?

Rechnungsdatum eingeben. Antragstag ist heute.

Ohne JavaScript gilt die Tabelle oben: Beginn ist der 1. des Monats bei Antrag bis zum 14., sonst der 1. des Folgemonats.

Der Rechner ersetzt nicht den Versicherungsschein, er wendet nur die Beginnregel auf das heutige Datum an. Erstattet werden 80 Prozent bis zu einem Rechnungsbetrag von 500 €, also höchstens 400 € in zwei Kalenderjahren.

account_balanceKrankenkasse

Krankenkasse: nur wer Anspruch hat, und nur vorher

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt Brillen nur für Kinder und Jugendliche unter 18 und für Erwachsene mit sehr starker Fehlsichtigkeit. Auch dann gibt es die Brille als Sachleistung über einen Vertragsoptiker. Wer sie ohne Verordnung privat gekauft hat, hat danach praktisch keinen gesetzlichen Erstattungsweg.

Versicherte erhalten Leistungen als Sach- und Dienstleistungen (§ 2 Abs. 2 SGB V). Geld statt Sachleistung darf die Kasse nach § 13 Abs. 1 SGB V nur erstatten, wo das Gesetz es vorsieht. Die Wahl der Kostenerstattung (§ 13 Abs. 2) muss vor der Leistung erklärt werden. § 13 Abs. 3 hilft nur, wenn die Kasse eine unaufschiebbare Leistung nicht rechtzeitig erbracht oder zu Unrecht abgelehnt hat. Ein Kauf ohne vorherigen Antrag fällt in aller Regel unter keinen der Fälle.

Wer überhaupt Anspruch hat

  • Unter 18 Jahren: Anspruch auf Brillengläser (§ 33 Abs. 2 SGB V). Ab 14 Jahren gibt es neue Gläser nur bei einer Änderung von mindestens 0,5 Dioptrien (§ 33 Abs. 4).
  • Ab 18 Jahren nur bei schwerer Sehbeeinträchtigung mindestens der Stufe 1, nach der Hilfsmittel-Richtlinie ein Visus von höchstens 0,3 auf dem besseren Auge mit bestmöglicher Korrektur, oder bei mindestens 6,25 Dioptrien Kurz- oder Weitsichtigkeit bzw. mindestens 4,25 Dioptrien Hornhautverkrümmung (HilfsM-RL § 12 Abs. 1).
  • Therapeutische Sehhilfen bei Augenverletzungen oder Augenerkrankungen.
  • Nie enthalten: das Gestell. Der Anspruch umfasst „nicht die Kosten des Brillengestells“ (§ 33 Abs. 2 SGB V).

Die erste Versorgung setzt eine Verordnung vom Augenarzt voraus (HilfsM-RL § 12 Abs. 3). Sie verfällt nach 28 Kalendertagen ohne Versorgung (§ 8 Abs. 2). Bei einer Folgeversorgung reicht in der Regel die neue Glasstärkenbestimmung beim Optiker (§ 33 Abs. 5a SGB V). Abgerechnet wird über Vertragsoptiker.

Haben Sie Anspruch und trotzdem privat gekauft, fragen Sie Ihre Kasse. Eine Zusage können wir Ihnen nicht machen: Einen gesetzlichen Weg für die nachträgliche Erstattung sieht § 13 SGB V für diesen Fall nicht vor.

Mehr dazu im Ratgeber zum Brillenzuschuss der Krankenkasse und, für Eltern, im Ratgeber zur Kinderbrille bei der Kasse.

percentSteuer

Steuer: der Weg, der auch rückwirkend geht

Eine medizinisch notwendige Brille zählt als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG. Abziehbar ist nur der Teil, der Ihre zumutbare Belastung übersteigt. Wer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, kann am 13.10.2026 noch die Jahre 2022 bis 2025 nachholen.

Die zumutbare Belastung richtet sich nach dem Gesamtbetrag der Einkünfte, dem Familienstand und der Zahl der Kinder (§ 33 Abs. 3 EStG):

Fallgruppebis 15.340 €bis 51.130 €darüber
ohne Kinder, Grundtarif5 %6 %7 %
ohne Kinder, Splittingtarif4 %5 %6 %
1 oder 2 Kinder2 %3 %4 %
3 oder mehr Kinder1 %1 %2 %

Die Sätze gelten stufenweise: Nur der Teil der Einkünfte, der eine Stufe übersteigt, wird mit dem höheren Satz gerechnet (BFH, VI R 75/14, wiedergegeben in H 33.1 bis 33.4 EStH). Rechenbeispiel: Ledig, ohne Kinder, Gesamtbetrag der Einkünfte 40.000 €. Zumutbar sind 5 % von 15.340 € (767,00 €) plus 6 % von 24.660 € (1.479,60 €), zusammen 2.246,60 €. Erst Krankheitskosten darüber wirken sich aus. Eine Brille allein reicht dafür oft nicht, zusammen mit anderen Krankheitskosten desselben Jahres eher.

Nachweis

Die Notwendigkeit weisen Sie durch eine Verordnung eines Arztes oder Heilpraktikers nach (§ 64 Abs. 1 Nr. 1 EStDV). Für Brillen gilt eine Erleichterung: Wurde die Notwendigkeit einer Sehhilfe früher durch einen Augenarzt festgestellt, genügt in den Folgejahren die Sehschärfenbestimmung durch einen Augenoptiker (R 33.4 Abs. 1 Satz 4 EStR). Ob eine erst nach dem Kauf ausgestellte Verordnung anerkannt wird, ist offen. Besser: Verordnung oder Sehtest vor dem Kauf, Rechnung aufbewahren.

Wie weit es zurückgeht

Wer nicht zur Abgabe verpflichtet ist, kann die Veranlagung durch eine Steuererklärung beantragen (§ 46 Abs. 2 Nr. 8 EStG). Die Festsetzungsfrist beträgt vier Jahre (§ 169 Abs. 2 Nr. 2 AO) und beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem die Steuer entstanden ist (§ 170 Abs. 1 AO, § 36 Abs. 1 EStG). Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (VI R 53/10, wiedergegeben in der Fachliteratur) verlängert sich die Frist bei der Antragsveranlagung nicht. Am 13.10.2026 sind damit noch 2022, 2023, 2024 und 2025 möglich. Für 2022 muss die Erklärung bis zum 31.12.2026 beim Finanzamt sein, danach fällt das Jahr weg.

Wer zur Abgabe verpflichtet ist oder schon einen bestandskräftigen Bescheid hat, für den gelten andere Regeln. Lassen Sie das von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein prüfen.

Ausführlich: Brille von der Steuer absetzen.

computerArbeitgeber

Arbeitgeber: nur für die Bildschirmbrille

Eine spezielle Bildschirmbrille muss der Arbeitgeber stellen, wenn die arbeitsmedizinische Vorsorge ergibt, dass Sie sie brauchen und die normale Brille nicht geeignet ist. Selbst gekauft ohne vorherige Vorsorge: kein sicherer Anspruch, suchen Sie das Gespräch.

Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV, Anhang Teil 4 Abs. 2 Nr. 1) sieht bei Bildschirmarbeit das Angebot einer „angemessenen Untersuchung der Augen und des Sehvermögens“ vor. Weiter heißt es: „Den Beschäftigten sind im erforderlichen Umfang spezielle Sehhilfen für ihre Arbeit an Bildschirmgeräten zur Verfügung zu stellen, wenn Ergebnis der Angebotsvorsorge ist, dass spezielle Sehhilfen notwendig und normale Sehhilfen nicht geeignet sind.“ Die Kosten darf der Arbeitgeber nicht auf die Beschäftigten abwälzen (§ 3 Abs. 3 ArbSchG).

Nach Berichten über das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 22.12.2022 (C-392/21) muss die Bildschirmarbeit nicht die Ursache der Sehprobleme sein, und der Arbeitgeber kann die Brille stellen oder die notwendigen Kosten erstatten. Eine Alltagsbrille fällt nicht darunter.

Die Reihenfolge ist also: erst die Vorsorge beim Betriebsarzt, dann der Kauf. Haben Sie schon gekauft, fragen Sie, ob die Vorsorge nachgeholt wird und der Arbeitgeber sich beteiligt. Eine Pflicht dazu können wir nicht belegen.

volunteer_activismGrundsicherung

Grundsicherung: nur vor dem Kauf beantragen

Wer Grundsicherung vom Jobcenter bezieht, kann für einen unabweisbaren Bedarf ein Darlehen bekommen. Diese Leistung gibt es aber nicht für Zeiten vor dem Antrag. Für eine schon bezahlte Brille ist das praktisch kein Weg mehr.

Rechtsgrundlage ist § 24 Abs. 1 SGB II: Bei einem vom Regelbedarf umfassten, unabweisbaren Bedarf erbringt das Jobcenter eine Sach- oder Geldleistung als Darlehen. Nach § 37 SGB II ist diese Leistung gesondert zu beantragen und wird nicht für Zeiten vor der Antragstellung erbracht. Ob eine Brille darunter fällt, entscheidet das Jobcenter. Die Leistung heißt inzwischen Grundsicherungsgeld (§ 19 SGB II).

Mehr im Ratgeber Brille bei Bürgergeld und Sozialamt.

lightbulbNächste Brille

Für die nächste Brille: erst versichern, dann kaufen

Steht eine neue Brille an, schließen Sie die Versicherung vor dem Kauf ab. Durch die Rechnung in Kalenderjahren kann bei einem Beginn im Herbst schon im Januar des übernächsten Jahres wieder der volle Betrag zur Verfügung stehen.

Der Tarif zählt Erstattungen aus dem laufenden und dem vorhergehenden Kalenderjahr. Ein Beispiel mit Versicherungsbeginn am 01.10.2026:

  • Oktober 2026: Brille für 500 €, erstattet werden 400 €.
  • 2027: Angerechnet werden 2027 und 2026. Die 400 € sind verbraucht, für Sehhilfen gibt es 2027 nichts.
  • Ab 01.01.2028: Angerechnet werden nur noch 2028 und 2027. Es stehen wieder volle 400 € bereit.

Der Vertrag läuft mindestens zwei Versicherungsjahre. Das erste endet am 31.12. des Beginnjahres, gekündigt wird mit drei Monaten Frist zum Ende eines Versicherungsjahres. Heben Sie jede Rechnung auf. Ob sich der Tarif für Sie rechnet, zeigt der Ratgeber Lohnt sich eine Brillenversicherung?. Beitrag und Beginn berechnen Sie im Beitragsrechner auf der Startseite.

fact_checkÜbersicht

Wer zahlt was, wenn die Brille schon gekauft ist?

Nachträglich funktioniert verlässlich nur die Steuer, und das nur oberhalb der zumutbaren Belastung. Die eigene Brillenversicherung hilft nur, wenn der Kauf im Monat des rückwirkenden Beginns liegt.

WegGeht das nachträglich?Bedingung
Brillenversicherung VorsorgePRIVATNur im Monat des BeginnsAntrag bis zum 14., Rechnung ab dem 1. dieses Monats
Andere KrankenzusatzversicherungGrundsätzlich neinKauf vor Versicherungsbeginn ist nicht versichert (MB/KK § 2 Abs. 1)
KrankenkassePraktisch neinNur Anspruchsberechtigte, Sachleistung mit Verordnung vorher
SteuerJa, bis vier JahreKosten über der zumutbaren Belastung, Nachweis nach § 64 EStDV
ArbeitgeberKein sicherer AnspruchNur Bildschirmbrille, nach arbeitsmedizinischer Vorsorge
JobcenterPraktisch neinDarlehen nur ab Antrag (§ 37 SGB II)
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Welche Brillenversicherung zahlt wie viel für Ihre Brille?

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Ihr Alter41 Jahre
085
Was kostet Ihre Brille?800 €
1001.500

Beiträge aus den Beitragstabellen der Versicherer, Stand 14.09.2026, ohne Gewähr. Maßgeblich sind allein die Versicherungsbedingungen der jeweiligen Gesellschaft. Die Males GmbH vermittelt alle gezeigten Tarife und erhält im Abschlussfall eine Provision vom Versicherer.

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Das Video startet erst, wenn Sie es anklicken. Dann wird es von YouTube (Google Ireland Limited) geladen und Daten werden dorthin übertragen. Details in der Datenschutzerklärung.

helpHäufige Fragen

Brille schon gekauft: kurz beantwortet

Ich habe letzte Woche eine Brille gekauft. Kann ich jetzt noch eine Versicherung abschließen und die Rechnung einreichen? ▾
Das hängt vom Datum ab. Im Tarif VorsorgePRIVAT gilt: Bei Antrag bis zum 14. eines Monats beginnt der Schutz rückwirkend zum 1. dieses Monats. Brillenrechnungen ab diesem Tag sind erstattungsfähig, ohne Wartezeit. Liegt der Kauf im laufenden Monat und ist heute höchstens der 14., kann die Brille noch gedeckt sein, sonst nicht. Prüfen Sie Ihr Datum mit dem Kaufdatum-Rechner.
Zahlt die Krankenkasse eine Brille nachträglich? ▾
In aller Regel nein. Die Kasse leistet Brillen als Sachleistung und nur für Kinder und Jugendliche unter 18 oder Erwachsene mit sehr starker Fehlsichtigkeit (§ 33 Abs. 2 SGB V). Die Kostenerstattung nach § 13 SGB V erfasst einen privaten Kauf ohne vorherigen Antrag normalerweise nicht. Fragen Sie Ihre Kasse, eine Zusage gibt es nicht.
Kann ich eine Brille von 2023 noch von der Steuer absetzen? ▾
Ja, wenn Sie nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind. Die Frist für die Antragsveranlagung beträgt vier Jahre ab Ende des Steuerjahres. Für 2023 läuft sie bis 31.12.2027, für 2022 bis 31.12.2026. Absetzbar ist nur der Teil der Krankheitskosten über Ihrer zumutbaren Belastung. Pflichtveranlagte fragen einen Steuerberater.
Brauche ich ein Rezept, damit die Brillenversicherung zahlt? ▾
Im Tarif VorsorgePRIVAT nein. Die Tarifbedingungen (Ziff. II.3) sagen ausdrücklich, dass für die Erstattung von Sehhilfen keine ärztliche Verordnung erforderlich ist. Es reicht die Rechnung. Für die Steuer brauchen Sie dagegen einen Nachweis nach § 64 EStDV.
Muss mein Arbeitgeber meine selbst gekaufte Bildschirmbrille bezahlen? ▾
Ein sicherer Anspruch besteht nur, wenn die arbeitsmedizinische Vorsorge ergeben hat, dass Sie eine spezielle Sehhilfe für die Bildschirmarbeit brauchen und Ihre normale Brille nicht geeignet ist (ArbMedVV Anhang Teil 4). Ohne vorherige Vorsorge bleibt nur das Gespräch.
Mein Kind hat eine Brille bekommen, die ich selbst bezahlt habe. Zahlt die Kasse das noch? ▾
Kinder und Jugendliche unter 18 haben Anspruch auf Brillengläser, das Gestell zahlt die Kasse nie. Die erste Brille setzt eine Verordnung vom Augenarzt voraus, abgerechnet wird über einen Vertragsoptiker. Wurde ohne diesen Weg privat bezahlt, sieht das Gesetz keine nachträgliche Erstattung vor. Fragen Sie vor der nächsten Brille die Kasse.
Bekomme ich als Empfänger von Grundsicherung eine schon bezahlte Brille ersetzt? ▾
Praktisch nein. Ein Darlehen nach § 24 Abs. 1 SGB II muss gesondert beantragt werden und wird nicht für Zeiten vor dem Antrag erbracht (§ 37 SGB II). Stellen Sie den Antrag beim Jobcenter deshalb vor dem Kauf.
Ricki Males, Versicherungsmakler

Ricki Males

Versicherungsmakler

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Autor und fachliche Prüfung: Ricki Males, Versicherungsmakler, seit 1999 für Sie aktiv (#sofortleistung by Males GmbH). Angaben geprüft anhand der unten genannten Quellen, Rechtsstand Oktober 2026.

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rocket_launchZum Antrag

Stand: Oktober 2026 · Zuletzt aktualisiert am 13.10.2026

Dieser Ratgeber ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder medizinische Beratung. Kassen- und einkommensabhängige Angaben können sich ändern.

Hinweis: Die Males GmbH ist Versicherungsmakler und erhält bei Abschluss eines Tarifs eine Provision vom Versicherer.

Quellen

Weiter zum Ratgeber Brillenzuschuss der Krankenkasse oder zur Startseite mit Beitragsrechner.

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